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phytotherapie (pflanzenheilkunde)

Das Wort Phytotherapie kommt aus dem Griechischen. Phyton heisst Pflanze und therapeia Heilung. Die Phytotherapie ist also eine Lehre von der therapeutischen Nutzung der Heilpflanzen. Phytotherapie ist eine arzneiliche Anwendung von Pflanzen, Pflanzenteilen und deren Zubereitungen (Extrakte, Tinkturen, Aufgüsse, Fertigarzneimittel). Die Anwendung von Heilpflanzen hat eine lange Tradition, sowohl in der Naturheilkunde, als auch in der Medizin. Heilpflanzen stehen auch mit anderen Behandlungsmethoden immer wieder in Verbindung; so zum Beispiel Wickel, Packungen oder Auflagen. Pflanzen werden in unterschiedlichsten medizinischen Lehren verwendet.

Die Phytotherapie mit ihrem alten medizinischen Erfahrungswissen in neuem Gewande hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen. Sie ist heute zu einem wichtigen Bestandteil der Gesamtmedizin geworden. Etwa 80% aller angewendeten Präparate - von Apsirin bis zum Penicillin - haben ihren Ursprung in pflanzlichen Stoffen. Das sollte bei dem sich verstärkenden Trend nach Standardisierung und Monographierung nicht vergessen werden.

Die Phytotherapie geht wie die Homöopathie nicht von einzelnen Störungen aus, sondern vom ganzen Krankheitsbild, dem in vielen Fällen das Wirkbild einer Pflanze in erstaunlicher Weise gerecht wird.

Mite- oder Forte-Mittel

Die Fachleute unterscheiden zwischen den milden (mite) und den starken (forte) Phytotherapeutika. Zu den milden Mitteln gehören vor allem die bekannten Hausmittel, z.B. Tees aus Weissdorn, Kamille, Melisse und Pflanzensäfte oder Kräuteröle, -tinkturen, -sirupe und -salben. Sie haben viele Anwendungsbereiche, sind kaum oder gar nicht giftig und zeigen auch wenig Nebenwirkungen. Trotzdem sollte auf eine Langzeiteinnahme verzichtet werden.

Forte-Mittel sind dagegen meistens Arzneien aus isolierten Pflanzenwirkstoffen, z.B. das Atropin aus der giftigen Tollkirsche. Diese Wirkstoffe werden als Monopräparate gezielt und in genau dosierter Menge eingesetzt.

Die Wirkstoffe sind in den verschiedenen Pflanzenteilen unterschiedlich konzentriert angelegt. Aus der trockenen oder frischen Pflanze werden sie entweder durch einen heissen Aufguss (Infus), oder eine Abkochung (Dekokt), als Kaltwasserauszug (Mazerat), als Pulver oder Alkoholauszug extrahiert.

Bei folgenden Krankheiten wird die Phytotherapie erfolgreich eingesetzt:

Magen-Darm-Leiden, Kreislauf-, Atmungs-, Erkältungs-, Nieren-, Blasenerkrankungen, rheumatische Beschwerden, Kinder-, Frauen- und Augenkrankheiten bis hin zu Nervenleiden.

mehr Informationen: Komitee Forschung Naturmedizin KFN

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